Schöpfung bewahren

Mit Angst und Schrecken schauen wir seit dem 11. März nach Japan. Erdbeben und Tsunami sind schlimme Naturkatastrophen, die Menschen viel Leid zufügen. Jeder, der einen Menschen verloren hat, kann das nachempfinden.

Die Atomkatastrophe hingegen ist von den Menschen selbst gemacht. Wir sehen, dass die Situation völlig außer Kontrolle gerät. Sogar so sehr, dass die verantwortlichen Techniker ihre Ratlosigkeit zugeben und die Kraftwerksarbeiter fliehen müssen aus Angst vor Krebs oder dem sofortigen Tod durch Verstrahlung. Es wird gelogen, halb informiert und betrogen.

Die Geister, die ich rief …. werd ich jetzt nicht mehr los!

In Deutschland haben wir noch die Möglichkeit, diesen irrigen Weg zu verlassen, bevor auch hier Menschen sterben, und wie in Tschernobyl,  weite Flächen (dort 10.000 Quadratkilometer!) unbewohnbar werden.

Rechnen Sie das mal für Krümmel: Hamburg wäre verloren, Lübeck, Schwerin, Wittenberge, Uelzen, Verden, Stade, Bad Oldesloe und alles, was in diesem Radius liegt, ebenfalls. 2,5 – 3 Millionen Menschen wären betroffen. Ist es das wert????

Unterzeichnen Sie Appelle an die Bundeskanzlerin für einen sofortigen Atomausstieg.
www.campact.de www.ausgestrahlt.de www.greenpeace.de

Das Unglück in Fukushima zeigt, dass auch westliche Kernkraftwerke keinesfalls sicher sind. Wenn solch ein Unglücksfall eintritt, hat das unabsehbare Folgen:

In Tschernobyl muss von bisher 93.000 Toten ausgegangen werden.Weit über 200.000 Menschen sind verstrahlt, leiden an Krebs und werden auch daran sterben.

Was solch ein Unfall mit dem Erbgut macht, muss sich erst noch zeigen. Es gibt aber schon heute viele mißgebildete Kinder rund um Tschernobyl.

Weiter gibt es weltweit kein einziges Endlager für Atommüll. Und dies, obwohl schon 35 Jahre lang Atomstrom produziert wird. Allein das ist schon unfassbar genug.

Und trotzdem ist von der Bundesregierung eine Laufzeitverlängerung durchgedrückt worden. Dies auch am Bundesrat vorbei und nach Meinung vieler verfassungswidrig. Auch der Bundespräsident hat hier eine fragwürdige Rolle gespielt, indem er die verfassungsrechtlich bedenkliche Änderung des Atomgesetzes unterschrieben hat.

Wenn alle deutschen Kernkraftwerke abgeschaltet sind, kommt Teil 2 der Aktion. Sie müssen über Jahre hinweg abkühlen und dann so klein geschnitten werden, dass sie in entsprechend viele Behälter passen, die dann möglichst sicher unter der Erde gelagert werden. Dass dies ohne radioaktive Belastung der Bevölkerung abgeht, ist nur zu hoffen.

Am Beispiel des Endlagers Asse sehen wir, dass die dort gelagerten 122.000 oder mehr Fässer zu rosten beginnen und ihre tödliche Fracht wohl demnächst freisetzen werden.
Die Kosten, um die Fässer zunächst zu bergen, sollen allein rund 2 Millarden Euro betragen. Dieses Geld dürfen zum größten Teil wir Steuerzahler aufbringen, da die Atomwirtschaft als Verursacher erklärt hat, sie habe ja bereits für die Entsorgung gezahlt.

Die ungeklärten Leukämiefälle in der Winsener Elbmarsch müssen dringend aufgeklärt werden. Aber auf Gutachten folgt Gegengutachten. Und das seit über 20 Jahren. Es sieht so aus, als hätten politisch Verantwortliche ein ganz hohes Interesse, dass die Wahrheit nicht ans Licht kommt. Die List ließe sich beliebig fortsetzen.

Was hilft uns weiter?

Energieexperten wie der Journalist Dr. Franz Alt oder Prof. Dr. Olav Hohmeyer vom Sachverständigenrat der Bundesregierung für Umweltfragen halten einen Ausstieg aus der Kernenergie bis 2015 für denkbar. Schon heute werden große Mengen an Strom in deutschen Kernkraftwerken nur für das Ausland produziert. Geld für die Konzerne und Angst und Krankheit für die Bevölkerung.

Krümmel und Brunsbüttel stehen seit 2007 und das Licht in Deutschland ist nicht ausgegangen. Also sind sie nicht notwendig.

Warum sonst könnte die Bundesregierung ein halbes Jahr nach dem Durchpauken der Laufzeitverlängerung jetzt die totale Kehrtwende einleiten und 8 Meiler kurz mal stilllegen? Sie werden nicht zur Stromversorgung Deutschlands benötigt.

Überhaupt liegt ja der Anteil der Kernenergie nur bei 20-25 Prozent der gesamten Stromerzeugung. Sie birgt aber die allerhöchsten Risiken. Solaranlagen und Windmühlen lassen sich sofort abschalten und fachgerecht entsorgen. Dies ist ein großer Vorteil.

Umweltverbände fordern einen weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien. Die Technik ist da: Windräder, Solaranlagen und Wasserkraftwerke. Ohne die wird es nicht gehen. Aber hier liegt ein ungeheures Potenzial. Auch in Norddeutschland. Wenn die Sonne nicht scheint, geht meist ein Wind, der dann Windräder antreiben kann. Der Markt der Erneuerbaren Energien ist zur Zeit der einzige Wachstumsmarkt. Hier entstehen Tausende von Arbeitsplätzen für eine lebenswerte Welt.

Eine weitere Energiequelle ist das Energiesparen. 10% des Stromverbrauches kann mit Sicherheit in deutschen Haushalten eingespart werden durch achtsameres Benutzen von Elektrogeräten und Leuchten. Weiteres Potenzial liegt in einer kürzen Einschaltzeit von Straßenbeleuchtungen, Illumination von Industrieanlagen etc.

Energieeffizienz heißt ein weiteres Stichwort. Innerhalb von 10 Jahren könnten Haushaltsgeräte gegen energiesparendere Geräte ausgewechselt werden und hier weitere Einsparungen erbringen.

Der Atomausstieg ist gut möglich,

die Bürger müssen ihn nur vehementer fordern und die Politik muss der Energiewirtschaft sagen, wo es lang geht: weg vom Tod, hin zum Leben!

Reden Sie darüber, sooft Sie können! In welcher Zukunft möchten Sie leben?

Gehen Sie auf die Straße! Montags 18 Uhr finden Mahnwachen in vielen Städten statt, auch in Winsen am Schlossplatz.

Tragen Sie Ihre Meinung offen! Anstecker, Aufkleber uvm. helfen dabei!

Wechseln Sie den Stromanbieter!

Kaufen Sie keinen Atomstrom mehr. Es ist ganz einfach, zu wechseln.

Empfehlenswert sind diese vier:

www.lichtblick.de

www.ews-schoenau.de

www.naturstrom.de

www.greenpeace-energy.de

Einen Strompreisrechner finden Sie hier:

www.verivox.de

Tun Sie es. Noch heute. Seien Sie ab morgen Ökostrom-Kunde! Keinen Euro mehr für die Betreiber von Atom-Anlagen.

Es ist ganz leicht: Beim neuen Anbieter bestellen, geht auch online. Sie brauchen nur Ihre Zählernummer und den Zählerstand durchgeben, Adresse, Konto. Fertig. Ab gehts!

Handeln Sie jetzt, damit Verantwortliche merken, dass es Ihnen sehr ernst ist.

Wenn Sie es getan haben, werden Sie stolz auf sich sein!

Wilfried Staake, 16. März 2011

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